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	<title>Heim(AT)Marienfelde &#187; Kinder</title>
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		<title>Übergangwohnheim Marienfelde</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Dec 2013 10:04:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Man muss hier kämpfen“, erzählt eines der Kinder über seinen Wohnort, das Übergangswohnheim Marienfelde. 600 Flüchtlinge und Asylsuchende sind hier momentan untergebracht, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Für weitere 150 Menschen aus Syrien werden gerade im große Aufführungsraum Schränke]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Man muss hier kämpfen“, erzählt eines der Kinder über seinen Wohnort, das Übergangswohnheim Marienfelde. 600 Flüchtlinge und Asylsuchende sind hier momentan untergebracht, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. <span id="more-10"></span>Für weitere 150 Menschen aus Syrien werden gerade im große Aufführungsraum Schränke und Betten zusammengeschraubt.<br />
Es ist eng da mit all diesen Flüchtlingen aus Tschetschenien, Serbien, Afghanistan und vielen anderen Ländern. Es gibt viel Streit. Keine Ort, an dem man alt werden möchte, Möglichst schnell eine richtige Wohnung, das ist es, was die Bewohner wollen.</p>
<p>Seit dem 1. Dezember 2010 dient das ehemalige Notaufnahmelager für DDR-Flüchtlinge an der Marienfelder Allee 66/80 als Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber/innen.  Die Bewohner haben nach der Einreise in Deutschland einen Asylantrag gestellt, wurden dann dem Bundesland Berlin zugeteilt, erst einmal drei Monate in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Lichtenberg untergebracht und erhielten schließlich eine der 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen im Übergangswohnheim. Sie konnten sich den Wohnort nicht aussuchen. Gerade Familien werden in Marienfelde untergebracht, weil es relativ viele größere Wohnungen gibt. Betreiber des Wohnheims ist der Internationale Bund.</p>
<p>Die meisten Bewohner bleiben neun bis zwölf Monate dort. Wenn ihr Asylantrag anerkannt wird, suchen sie sich eine eigene Wohnung. Es gibt aber auch Menschen, die jahrelang dort wohnen. Mehr Informationen zum Heim unter: <a href="http://www.notaufnahmelager-berlin.de/de/internationaler-bund-691.html">http://www.notaufnahmelager-berlin.de/de/internationaler-bund-691.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hintergrund: Flüchtlingskinder in der Schule</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Dec 2013 19:15:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Berliner Schulgesetz schreibt die Schulpflicht für Kinder vor, die einen ungeklärten Aufenthaltsstatus haben. Sie müssen und dürfen in die Schule gehen, und zwar – wie alle Berliner Grundschulkinder &#8211; in die Schule, in deren Einzugsgebiet ihre Meldeadresse liegt. Das]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Berliner Schulgesetz schreibt die Schulpflicht für Kinder vor, die einen ungeklärten Aufenthaltsstatus haben. Sie müssen und dürfen in die Schule gehen, und zwar – wie alle Berliner Grundschulkinder &#8211; in die Schule, in deren Einzugsgebiet ihre Meldeadresse liegt.<span id="more-198"></span> Das Übergangswohnheim Marienfelde ist im Einzugsgebiet der Kiepert-Grundschule. Diese Schule hat durch ihre Nähe zum Heim schon immer einen hohen Anteil an Kinder, die gerade erst angekommen sind und doch schon bald wieder wegziehen werden. Das bringt Unruhe und Unsicherheit in den Schulbetrieb.</p>
<p>Von der Eröffnung des Übergangwohnheimes im Dezember 2010 bis zum Sommer 2013 gingen fast alle Flüchtlingskinder unter 12 Jahren auf die nahegelegene Kiepert-Grundschule, bzw. wurden anfangs im Heim von Lehrern der Kiepert-Schule unterrichtet. Für diese unbürokratische Beschulung erhielt die Schule 2011 den Integrationspreis des Bezirks. Zwei Jahre später wurden die Klassen im Heim, in denen v.a. Deutsch gelernt wurde, geschlossen. Alle Kinder sollten sofort in reguläre Schulen. Seit Beginn des Schuljahrs 2013/2014 werden die Heimkinder auf verschiedene Schulen verteilt.   Nur noch die jüngeren Kinder, die gerade eingeschult werden, kommen zur Kiepert-Grundschule, die Älteren besuchen weiter weg liegende Schulen. Es gibt seitdem in der Kiepert-Grundschule nur noch eine „Willkommensklasse“, die Klasse M 4-6 , in der Flüchtlingskinder zwischen 10 und 12 Jahren in Deutsch unterrichtet werden und eine weitere für die Schulanfänger, die M 1.</p>
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		<title>Vorbehalte und Unsicherheit</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Dec 2013 19:13:33 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>In der Schule sind die Flüchtlingskinder oft Außenseiter. Die Schule geht auf ihre besonderen Lebensumstände ein, sie will Rücksicht nehmen, manifestiert aber so auch Grenzen. <span id="more-194"></span>Die Heimkinder gehen anfangs in eine separate Klasse, die im Falle der Kiepert-Grundschule aus sechs Kindern besteht. Sie werden nicht nach dem regulären Lehrplan unterrichtet und haben auch weniger Stunden. Sie haben keine (Aufenthalts-) Rechte und deshalb auch weniger Pflichten. Wenn sie sich aus diesem „geschützten Raum“ herausbewegen, treffen sie auf Vorbehalte, die für sie eine zusätzliche Belastung sind. Nicht alle wollen und können das aushalten. Manche ziehen sich zurück und weichen der Konfrontation aus. Ein Schutzmechanismus in einer schon sehr unsicheren Lebenssituation.</p>
<p>Ihr Aufenthalt ist vorübergehend. Sie haben sich Marienfelde nicht ausgesucht und viele werden bald woanders wohnen. Entsprechend ist es schwer, die Flüchtlingskinder für die regelmäßige, verlässliche Theaterarbeit am Nachmittag zu begeistern. Sie weichen Konflikten aus und bleiben einfach weg, wenn sie sich nicht wohlfühlen.</p>
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		<title>Heimat auf Zeit gibt es nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Dec 2013 19:09:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Flüchtlingskinder empfinden das Übergangswohnheim Marienfelde nicht als Heimat. Sie können sich nicht mit dem Heim identifizieren. Beim Gespräch über „Lieblingsorte“ nennen viele Kinder das eigene Zimmer als ihren liebsten Ort, den sie schmücken können wie sie wollen und in]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Flüchtlingskinder empfinden das Übergangswohnheim Marienfelde nicht als Heimat. Sie können sich nicht mit dem Heim identifizieren. <span id="more-192"></span>Beim Gespräch über „Lieblingsorte“ nennen viele Kinder das eigene Zimmer als ihren liebsten Ort, den sie schmücken können wie sie wollen und in dem sie aufhängen wovon sie träumen, egal ob das nun Superstars oder niedliche Tierbabys sind. Die Flüchtlingskinder dürfen das nicht, im Wohnheim dürfen keine Bilder und Poster aufgehängt werden.<br />
Die Kinder fühlen sich dort nicht wohl. „Das schlimmste für die Flüchtlingskinder war, als wir darüber gesprochen haben, mehr ins Heim zu gehen. Sie wollten das gar nicht.“</p>
<p>Ein Mädchen sagt, dass sie sich schämt, wenn ihre Schulkameraden im Heim sind, diesen Ort sehen. Sie schämt sich für die anderen Flüchtlingskinder, die neugierig bei den Proben im Theatersaal zusehen, die nachfragen „Was sind denn das für Leute? Was macht ihr da im Saal?“. Und sie schämt sich auch für ihre Schulkameraden. Schwer zu sagen, warum, aber sie fühlt sich unwohl, etwas an der Situation ist peinlich. Es ist peinlich da wohnen zu müssen, es ist aber auch peinlich, so gar nichts über die Schrecken und Leistungen einer Flucht zu wissen.</p>
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		<title>Thema Flucht? Lieber nicht!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 13:33:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Collage soll entstehen, die Themen, Gedanken und Gefühle der Kinder abbildet. Flucht und Koffertragen sind nicht das, was die Kinder spielen wollen. Immer, wenn eine Situation entsteht, in der die Heimkinder in eine Sonderstellung gebracht werden, ist das kontraproduktiv.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Collage soll entstehen, die Themen, Gedanken und Gefühle der Kinder abbildet. Flucht und Koffertragen sind nicht das, was die Kinder spielen wollen. Immer, wenn eine Situation entsteht, in der die Heimkinder in eine Sonderstellung gebracht werden, ist das kontraproduktiv. Die Kinder sind da, weil sie Theater spielen wollen, nicht weil sie über ihre Fluchtgeschichte reden wollen.</p>
<p>Sie wollen keine Sonderrolle. Die Flüchtlingskinder wollen spielen. Wir müssen nicht über das Heim reden und über Flucht. Das Heim ist nicht ihre Heimat zu reden, und Flüchtlingsstatus ist nicht ihre Identität … Es geht darum, dass sich Flüchtlinge und Nichtflüchtlinge treffen und zusammen Theater spielen.</p>
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